"Gutes" Essen

wie WIR durch unsere Lebensmittel die Welt gestalten

Welche Lebensmittel sollen von wem, für wen und unter welchen Bedingungen, produziert werden?

„Der Mensch ist, was er isst.“ Ludwig Feuerbach

Alle Menschen müssen essen. Dieses elementare Bedürfnis, den täglichen Hunger zu stillen um Überleben zu können, prägt nicht nur uns Menschen, sondern auch unsere Erde. So werden ca. 37% der globalen Landfläche landwirtschaftlich genutzt (FAOSTAT, 2010), der Großteil davon für die Nahrungsmittelproduktion. Dabei ist die industrielle Landwirtschaft das dominierende Modell der weltweiten Lebensmittelerzeugung. Das heißt unser Konsum, und hier im Speziellen unser Konsum von Nahrungsmitteln prägt und verändert die Welt.

Über die Produktion hinaus hat Essen aber auch mit Kultur, Religion und sozialem Status zu tun. Die verwendeten Zutaten und die Zubereitungsarten der Speisen sind Ausdruck dieser Faktoren. Essen stellt also durch kulturelle Errungenschaften weit mehr dar, als nur die Befriedigung eines Grundbedürfnisses.

Der Inhalt des Workshops

Gemeinsame Definition:  Was ist „gutes“ Essen?

Wir diskutieren die Fragen: Was sollen wir essen?

Wie können wir beitragen zu

  • einer ressourcenschonenden Landwirtschaft?
  • einer großen Vielfalt der angebauten Nahrungsmittel?
  • lokaler Lebensmittelversorgung?
  • einer gerechten Entlohnung und Förderung der Produzierenden?
  • einer gerechten Verteilung der Nahrungsmittel der Welt?

Einführendes Impulsreferat:

von Dr. Josef Hoppichler – Bundesanstalt für Bergbauernfragen

"Gutes Essen - wie WIR durch unsere Lebensmittel die Welt gestalten"

Ein paar einleitende Gedankensplitter:

Unser Essen ist Spiegelbild unserer Kultur im weiteren Sinne und Spiegelbild unserer Agrikultur im engeren Sinne. Die Essenskultur ist auch die Agrikultur seiner Zeit. Und in Zeiten der Globalisierung hat unser Essen sehr viel mit den Weltagrarmärkten zu tun. Turbokühe durch Gentsch-Soja, Heinz-Ketchup weltweit vermarktet oder McDonald als Alltagsversorgung sind eigentlich Teil ein und derselben Kultur und diese ist globalisiert, industrialisiert, standardisiert, multikulturell qualifiziert, „gesundheitlich“ kontrolliert, mit Markenzeichen versehen und vielleicht sogar als „CO2-neutral“ beworben.

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