Vorstellung des Kurzkonzeptes für 2014

„Neue Wege des Zusammenlebens“

Das Zukunftsforum Windhaag (ZFW) 2014

Das ZFW ist eine Plattform für junge Menschen zum aktiven Diskurs über aktuelle umwelt- und gesellschaftspolitische Herausforderungen und zur aktiven Gestaltung ihrer Mitwelt. Im kommenden Jahr soll das Forum nun zum 7. Mal unter dem Titel „Neue Wege des Zusammenlebens“ stattfinden.

Eine Gruppe junger Menschen lädt PolitikerInnen und VertreterInnen der Wirtschaft ein um gemeinsam im Rahmen eines 2- tägigen Symposiums auf Augenhöhe über eine lebenswerte Zukunft zu diskutieren. Das im Jahr 2013 erstmals angewendete Format der „beherzten PolitikerInnenbeteiligung“ soll dabei qualitativ und methodisch weiterentwickelt werden. Die Beteiligung auf Herzensebene, sowie die wertschätzende Kultur der Zusammenarbeit unterschiedlicher Akteure sehen wir als Basis für die erfolgreiche Umsetzung von zukunftsweisenden Projekten. Heuer soll dieses Format verstärkt als regionales Beteiligungsformat für die ländliche Region Mühlviertel erprobt werden.

Ziele

Die Ziele des ZFW sind unter anderem die Schaffung eines nachhaltigen Umweltbewusstseins und die Vernetzung der BürgerInnen im ländlichen Raum. Dabei werden das Erlernen einer neuen Arbeitskultur und die Umsetzung nachhaltiger Projekte in einer möglichst heterogenen Gruppe von ProjektteilnehmerInnen aus unterschiedlichen Altersgruppen, Tätigkeitsbereichen und Bildungsschichten angestrebt. Durch die Heterogenität der TeilnehmerInnen werden integrative Problemlösungsansätze geschaffen und durch die gelernte Zusammenarbeit junger Menschen mit PolitikerInnen und Wirtschaftstreibenden ergeben sich neue Perspektiven und Handlungsfelder zur Verwirklichung ihrer nachhaltigen Projekte.

Im Jahr 2014 forcieren die OrganisatorInnen des ZFW die verstärkte Einbindung von jungen Menschen aus dem Mühlviertel, wodurch vermehrt Projekte in der Region entstehen sollen, was langfristig positive Auswirkungen für die direkt beteiligten Personen und für deren persönliches Umfeld hat. Weiters streben wir die Einbindung von bildungstechnisch benachteiligten Menschen und Menschen mit diversen kulturellen Hintergründen an, welche vom gegenseitigen Verständnis und vom Mitwirken in Projekten besonders stark profitieren können.

Die Projektstruktur

Der Kern des Projektes ist die Veranstaltung des alljährlichen Symposiums. Im Vorfeld dessen werden junge Menschen im Rahmen einer Workshopreihe sensibilisiert und nach dem Symposium gibt es eine intensive Betreuung in der Projektumsetzung.

Die Workshopreihe soll mit der Durchführung von 3-5 Workshops in verschiedenen regionalen Jugendorganisationen (SJ, JVP, GAJ, Landjugend, kath. Jugend, muslimische Jugend, usw.) engagierte junge Menschen in ihrem Tun stärken, potentielle TeilnehmerInnen auf das Symposium vorbereiten und zur Bewusstseinsbildung in den folgenden Themen beitragen:

• Wie sollen wir ticken? Manipulation im Blickfeld Werbung, Bildung, Gesellschaft und Wirtschaft.

• Wie gestalten wir Mitwelt nachhaltig? Wo kann ich aktiv werden?

• Welche Arbeitskultur tut uns gut? Wie können wir diese Erlernen?

• Welche innovativen MutmacherInnen-Projekte inspirieren mich?

Beim 2-Tages Symposium,voraussichtlichvon 10. bis 12.Juli.2014 in Windhaag bei Freistadt werden junge Menschen, PolitikerInnen (aller Regierungsebenen und Parteien) und UnternehmerInnen aus dem Mühlviertel ihre Sichtweisen zu den brennenden Herausforderungen unserer Zeit diskutieren.

Insgesamt werden ca. 10 junge GastgeberInnen, 40 SymposiumsteilnehmerInnen (Jugendliche, PolitikerInnen und UnternehmerInnen), sowie 10 ExpertInnen, ModeratorInnen und MutmacherInnen (ev. aus anderen EU- Ländern) am Symposium teilnehmen.

Die Themen werden im GastgeberInnen-Team erarbeitet und orientieren sich an folgenden Brennpunkten: Energieversorgung, Versorgung mit Lebensmitteln, Arbeits- und Bildungskultur und Beziehung zum Lebensraum. Auf Basis der Impulse von ExpertInnen und MutmacherInnen aus Wissenschaft und Praxis werden die Themen in heterogenen Arbeitsgruppen diskutiert und Projektideen entwickelt. Die Ergebnisse werden im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung präsentiert.

Die Beispielprojekte für gelebten Wandel werden in der dritten Phase in der Umsetzung begleitet, durch Beratung und Coaching, das Bereitstellen von Infrastruktur und das Teilen jeweiliger Erfahrungen.

Kultur der „beherzten PolitikerInnenbeteiligung“

Die erfolgreiche Umsetzung von Projekten mit unterschiedlichen Stakeholdern scheitert oft an mangelnder Kommunikationsfähigkeit und Offenheit. Daher fördern wir einen Rahmen außerhalb des von Mustern, Rollen und Funktionen belasteten Alltages, in dem eine Kultur des „einander wirklich zu Hörens“ und des „wertfreien Sagen Könnens anderer Sichtweisen und Erfahrungen“ angewendet wird. Damit Mensch offen wird für neue Sichtweisen und gemeinsames Ideen spinnen für innovative Lösungswege möglich wird.

Weil innovative Lösungen dort entstehen, wo Menschen zusammen kommen, sich wertfrei zu hören und miteinander visionieren und wo junge motivierte Geister Verantwortung übernehmen dürfen!