TeilnehmerInnen-Statements

Das sagen die TeilnehmerInnen über das Zukunftsforum Windhaag 2013

 

Walter Stockenhuber

Warum bist du gekommen?

Weil es uns seit 20 Jahren ein Anliegen ist, nachhaltige Gemüse- und Saatgutproduktion zu tätigen. Und Mitstreiter suchen, die uns bei der Idee, bei Kunden mehr Sensibilisierung zu erreichen, helfen und unterstützen.

Wie ist es dir mit der Einstimmung ergangen?

Für mich war sehr viel Neues dabei, es ist mein erstes Zukunftsforum. Ich war überrascht über die vielen Leute, die dabei sind, habe schon einige gute Gespräche geführt und bin positiv überrascht.

Was erwartest du dir?

Ideen, wie man die Wichtigkeit der Thematik, egal ob es um Klimawandel oder um Saatgut geht, bei unseren KundInnen verbreiten kann.

 

Monika

Warum bist du gekommen?

Weil ich jung bin, weil ich was bewegen will, weil ich finde, das es die Jugend in der Hand hat etwas zu bewegen, miteinander mit der Politik und mit der Wirtschaft. Unsere Meinung ist wichtig, damit etwas passiert.

Wie geht es dir nach dem ersten Tag?

Ich habe viele spannende Eindrücke mitnehmen können. Ich finde es schön, das so viele Leute aus verschiedenen Bereichen hier sind. Man lernt unterschiedliche Meinungen und Bedürfnisse kennen, ich finde es spannend,  welche Aspekte die Menschen aus Politik und Wirtschaft mit einbringen.

Hast du deine eigene Stimme einbringen können?

Für mich hat es super funktioniert, weil ich mich in der Gruppe sehr wohlgefühlt habe, es war sofort ein Gemeinschaftsgefühl da, dass man gut und respektvoll miteinander umgeht, das hat mir sehr gefallen.

 

Erich Punz, Bgm. Liebenau

Wie herzlich war es heute?

Sehr herzlich. Für uns Politiker ist es eine Bereicherung, einmal aus der gewohnte Umgebung hinauszukommen, und einmal von den jungen Bürgerinnen und Bürgern zu hören, was ihre Anliegen und Sorgen sind. Wenn man vom Lebensalter schon etwas fortgeschritten ist, tut man sich manchmal schon etwas schwer, Kontakte zur Jugend zu knüpfen. Daher ist es ein ausgezeichneter Anlass, hier dabei zu sein.

Sind die Erwartungen erfüllt?

Es ist eine Wärme in der Zusammenarbeit spürbar, in der jeder und jede seine Anliegen auf den Tisch legt und diskutiert - auf Augenhöhe, das ist das wichtigste.

An welchen Themen habt ihr im Workshop gearbeitet?

Die Stimmung war sehr gut, obwohl das Thema „Neue Modelle der Arbeit“ ein sehr schwieriges ist, da muss sicherlich noch sehr viel passieren. Dafür wird ein Wochenende nicht reichen. Aber es ist ein guter Ansatz um etwas weiterzubringen.

 

Helga Kromp-Kolb, Universtät für Bodenkultur

Du hast den Impuls mitgebracht zum Klima, wie ist es jetzt im Workshop gegangen bei der Arbeit an konkreten Lösungen?

Gut! Wie das halt so ist, die konkreten Lösungen sind keine unmittelbaren Klimalösungen, aber haben Klimaauswirkungen. Also wenn ich über Energie oder über Ernährung rede, da ist, wo man anpacken und was tun muss, aber es hat durchaus Auswirkungen auf das Klima, und das ist das wichtige.

Wie hat die Zusammenarbeit im Rahmen der beherzten PolitikerInnen-Beteiligung funktioniert?

Ich hab das sehr befruchtend empfunden, das man aus jeder Ecke gleich hört, wo die Schwierigkeiten liegen, aber auch wo es die Möglichkeiten gibt. Umgekehrt nehme ich an, dass auch die TeilnehmerInnen mit anderen Sichtweisen aus anderen Bereichen etwas mitnehmen.

Was nimmst du für dich persönlich mit von dem Wochenende?

Ich hab mir eine ganze Reihe von Ideen aufgeschrieben, denen ich nachgehen möchte, die zum Teil gleich hier näher diskutiert wurden, oder mir nur am Rande eingefallen sind. Mit etlichen Leuten habe ich ausgemacht, dass es auch Rückmeldungen und weiteren Kontakt geben wird. Ich glaube, da kommt eine Menge an neuen Ideen heraus. Für mich persönlich nehme ich Arbeit mit, aber auch neue Energie.

Gibt es eine Anregung, einen Wunsch ans Zukunftsforum?

Es funktioniert hervorragend, das ist gut so. Ich glaube schon, dass man auch ein bisschen nachfassen muss, was aus den letzten Jahren herausgekommen ist, inwieweit die Umsetzung funktioniert hat. Der Enthusiasmus und die Energie aus so einer Veranstaltung sollte Früchte tragen, weil sie sonst unergiebig wird.

 

Josef Hoppichler, Bundesanstalt für Bergbauernfragen

Warum bist du gekommen?

Zuerst natürlich, weil mich die Julia eingeladen hat. Ich habe erst spät zugesagt, nun bin ich froh, dass ich gekommen bin. Ich habe zwar nicht unmittelbar als Forscher mit dem Thema „Gutes Essen“ zu tun, außer dass ich selbst gerne gut esse. Aber ich hab vermutet, wenn junge Leute da sind, wird es spannend, dann halte ich halt den Vortrag so gut ich kann. Denn man kriegt vielmehr zurück, als man hinein gibt. Die gleiche Erfahrung mache ich auf der Boku in Wien.

Wie ist es dir gegangen mit der beherzten Beteiligung, wie läuft es im Workshop?

Absolut toll! Schon die Einleitung hat mich mitgenommen, dieses „Equalizing“, die Leute auf gleiche Augenhöhe bringen, dass wir alle zusammen gehören. Der Austausch untereinander hat wunderbar funktioniert auf allen Ebenen.

Zeichnen sich schon konkrete Projekte ab im Workshop?

Wahnsinnig viele, wir haben eine sehr kreative Gruppe! Sehr verschiedene Leute, junge Mütter, sehr engagierte und Professionisten aus dem Ernährungsbereich, oder Jungbauern, die ihre Probleme einbringen. Durch dieses Spannungsverhältnis ist eine Riesenkreativität entstanden, wir haben 44 Lösungsvorschläge erarbeitet. Manche sehr konkret, manche weniger. Z.b. ist die Idee eines „Open Cooking Day“ entstanden, die das Selberkochen wiederbeleben soll.

Was nimmst du persönlich mit?

Wahnsinnig viel, dass sich irrsinnig viel bewegt, das diese gute Stimmung unser Land auch verändern wird. Diese Ideen von den jungen Menschen verändern die Landwirtschaft, ich bin sicher, die nächste Generation wird viel kreativere und multiplere Problemlösungen versuchen und Bewegung reinbringen. Damit können wir die lineare Landwirtschaft und das eindimensionele Supermarktessen überwinden.

 

Roman Langer, JKU Linz

Warum bist du heute gekommen?

Erstens natürlich wegen der Einladung, zweitens weil mir solche Projekte ein Anliegen sind. Es gibt wenige Projekte, die sich darum kümmern, wie Jugendliche am demokratischen Prozess teilnehmen können, gerade unter den schwierigen Bedingungen, unter denen die heute leben.

Wie ist es im Workshop gegangen?

Heute wurde erstmal das Thema eröffnet, die konkreten Vorschläge folgen morgen. Bei den recht unterschiedlichen TeilnehmerInnen, die da sind, wird unser Thema „Demokratie neu denken“ wirklich sehr offen, da sehr viele Aspekte angerissen werden. Aber das ist wichtig, dass viele Reflexionsprozesse angeregt werden, dass man sich fragt: „Mensch, so genau weiß ich eigentlich auch nicht, was alles zur Demokratie gehört“. Und dass man sich gegenseitig zu neuen Ideen anregt. Das Bündeln der Ideen morgen zu konkreten Projekten wird interessant. 

In der Früh hast du gesagt, zum Rahmen der beherzten Beteiligung fühlst du dich distanziert. Wie geht es jetzt?

Besser, weil ich mit der Methodik besser zurecht komme, mit der wir jetzt im Workshop arbeiten. Ich fand den Anwärmprozesses am Morgen, der vielen sehr gut gefallen hat, etwas einseitig und lang, aber schon den Kleingruppenprozess am Ende der Einstimmung fand ich sinnvoller, weil ich mich da verbal besser einbringen konnte, nicht nur körperlich. Im Workshop selbst ist es gelungen, eine sehr gute vertrauensvolle Atmosphäre herzustellen. Ich glaube, dass auf dieser Basis die Leute sehr gut reden und zu einer Einigung kommen können. Gefühlsmäßig war für mich jetzt am Schluss überhaupt keine Blockade mehr da.

 

Aus ORF Beitrag:

Ulrike Schwarz, Stellvertretende Landessprecherin „Die Grünen“

Es ist für einen selbst sehr erfrischend, wenn man endlich einmal von seiner Rolle wegkommt und so einfach so sein darf, wie man ist. Das ist ein riesengroßer Vorteil, und hilft natürlich auch, bei den Themen drauf zu schauen und andere Sichtweisen hereinzuholen, ohne dass man gleich sagen muss, was heisst das für mich als PolitikerIn.

Erich Punz, Bgm. Liebenau SPÖ

Ich denke, wenn man das Ernst nimmt, dann gelingt es auch wirklich, hier zu stehen nicht als Bürgermeister oder nicht als Landtagsabgeordneter, sondern als Erich, als Bürger dieser Region.

Ulrike Wall, Landtagsabgeornete, FPÖ

Natürlich kann es befruchtend sein, es schafft eine Vertrauensbasis, die sehr wesentlich ist, dass man voneinander etwas annimmt.

Weil ich es unheimlich wichtig finde, dass sich junge Leute damit beschäftigen, dass sich regionale und lokale Initiativen bilden, und weil es für mich immer wieder eine Quelle der Energie und Ermutigung ist.

Gabriele Lackner-Strauss, Landtagsabgeordnete ÖVP

Immer alles schön reden ist leicht, aber sich der Herausforderung stellen, Dinge zu verändern, das ist Ziel dieses Forums.

Franz Schübl, Landmaschinenmechaniker Liebenau

Man kennt keinen Unterschied, ob das jetzt ein Politiker oder ein Wirtschaftler ist, es denkt jeder für sich, und nicht so wie die Partei denkt, die Wirtschaft denkt oder die Kassa. Jeder bringt seine eigenen Ideen mit, wir bringen unsere Meinungen ein, dann wird miteinander verglichen und ein Konzept erarbeitet, das wir präsentieren.